{"id":390,"date":"2026-11-08T03:00:00","date_gmt":"2026-11-08T03:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/einfachbernie.de\/?p=390"},"modified":"2026-11-07T15:11:45","modified_gmt":"2026-11-07T15:11:45","slug":"das-aus-vom-verbrenner-aus-rettet-europa-seine-autoindustrie-oder-verspielt-es-die-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/einfachbernie.de\/?p=390","title":{"rendered":"Das Aus vom Verbrenner-Aus: Rettet Europa seine Autoindustrie oder verspielt es die Zukunft?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>W\u00e4hrend die Erde neue Temperaturrekorde erreicht, diskutiert Europa dar\u00fcber, seine Klimavorgaben f\u00fcr Neuwagen abzuschw\u00e4chen. Deutschland und Frankreich wollen damit Arbeitspl\u00e4tze sch\u00fctzen und der Automobilindustrie mehr Spielraum verschaffen. Doch sichert das tats\u00e4chlich unsere wirtschaftliche Zukunft? Oder verschieben wir notwendige Ver\u00e4nderungen, w\u00e4hrend der internationale Wettbewerb l\u00e4ngst neue Wege geht?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Stand der Recherche: 7. November 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Welt wird hei\u00dfer. Und wir diskutieren \u00fcber Verbrennungsmotoren.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 6. November 2026 ver\u00f6ffentlichte der europ\u00e4ische Klimadienst Copernicus eine Nachricht, die eigentlich f\u00fcr erheblich mehr Aufmerksamkeit sorgen m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Jahr 2026 wird mit einer Wahrscheinlichkeit von \u00fcber 99 Prozent erneut die Marke von 1,5 Grad Celsius globaler Erw\u00e4rmung gegen\u00fcber der vorindustriellen Zeit \u00fcberschreiten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wissenschaftler erwarten f\u00fcr das Gesamtjahr eine durchschnittliche Erw\u00e4rmung zwischen 1,56 und 1,61 Grad gegen\u00fcber dem Referenzzeitraum von 1850 bis 1900.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits der Oktober 2026 war der weltweit w\u00e4rmste Oktober seit Beginn der entsprechenden Aufzeichnungen. Die globale Durchschnittstemperatur lag 1,75 Grad \u00fcber dem vorindustriellen Niveau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit w\u00e4re 2026 nach 2024 das zweite Kalenderjahr, in dem die 1,5-Grad-Marke \u00fcberschritten wird. Selbst der Durchschnitt der vier Jahre von 2023 bis 2026 d\u00fcrfte laut Copernicus dar\u00fcber liegen. <strong>[1]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine wichtige wissenschaftliche Unterscheidung geh\u00f6rt allerdings dazu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Pariser Klimaabkommen verfolgt das Ziel, die langfristige globale Erw\u00e4rmung m\u00f6glichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Ein einzelnes Jahr oberhalb dieser Marke bedeutet noch nicht, dass das langfristige Ziel bereits formal \u00fcberschritten wurde. Daf\u00fcr wird die Erw\u00e4rmung \u00fcber einen wesentlich l\u00e4ngeren Zeitraum betrachtet, \u00fcblicherweise etwa zwei Jahrzehnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem handelt es sich bei den Angaben f\u00fcr das Gesamtjahr 2026 bislang um eine statistische Prognose. Die endg\u00fcltigen Jahreswerte liegen naturgem\u00e4\u00df noch nicht vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch ist die Entwicklung eindeutig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die globale Erw\u00e4rmung schreitet voran.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat in seinem <em>Emissions Gap Report 2026<\/em> deutlich gemacht, wie gro\u00df die L\u00fccke zwischen den derzeitigen Klimazusagen und den notwendigen Emissionsreduktionen weiterhin ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst bei vollst\u00e4ndiger Umsetzung der aktuellen nationalen Klimazusagen k\u00f6nnte die globale Erw\u00e4rmung im Laufe dieses Jahrhunderts ungef\u00e4hr 2,6 Grad erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um nach einer m\u00f6glichst geringen und kurzen \u00dcberschreitung wieder unter die 1,5-Grad-Marke zur\u00fcckzukehren, m\u00fcssten die weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2035 gegen\u00fcber 2025 um etwa 45 Prozent sinken. <strong>[2]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind Zahlen, die zum Nachdenken anregen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und w\u00e4hrend diese wissenschaftlichen Erkenntnisse ver\u00f6ffentlicht werden, diskutieren wir in Europa dar\u00fcber, die bestehenden CO\u2082-Vorgaben f\u00fcr neue Autos abzuschw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ausgerechnet jetzt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Versteht mich nicht falsch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die aktuelle Erderw\u00e4rmung wurde selbstverst\u00e4ndlich nicht durch eine politische Einigung verursacht, die erst wenige Wochen zur\u00fcckliegt. Ebenso wenig k\u00f6nnte die vollst\u00e4ndige Elektrifizierung des europ\u00e4ischen Pkw-Verkehrs den Klimawandel allein stoppen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wenn wir unsere Klimaziele ernst nehmen, sollten wir jede Lockerung bestehender Ma\u00dfnahmen anhand ihrer tats\u00e4chlichen Auswirkungen beurteilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und damit kommen wir zu einer politischen Entwicklung, die wirtschaftlich zun\u00e4chst durchaus nachvollziehbar erscheint.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Verbrenner-Aus ist Geschichte. Wirklich?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 16. Oktober 2026 erkl\u00e4rte Bundeskanzler Friedrich Merz nach dem Europ\u00e4ischen Rat in Br\u00fcssel:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eDas Verbrenneraus ist damit Geschichte.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland und Frankreich hatten sich zuvor auf eine gemeinsame Position zur Zukunft der europ\u00e4ischen Automobilindustrie verst\u00e4ndigt. <strong>[3]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bisherige EU-Recht sieht vor, dass die durchschnittlichen CO\u2082-Auspuffemissionen neuer Pkw ab 2035 um 100 Prozent gegen\u00fcber dem Referenzjahr 2021 reduziert werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr gew\u00f6hnliche neue Benzin- und Dieselfahrzeuge w\u00fcrde das praktisch das Aus bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei wird in der \u00f6ffentlichen Diskussion gerne ein wichtiger Punkt vergessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niemand m\u00fcsste deshalb 2035 seinen vorhandenen Verbrenner verschrotten. Bestehende Fahrzeuge d\u00fcrften weiterhin gefahren und grunds\u00e4tzlich auch gebraucht verkauft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht um Neuwagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Kommission hatte bereits im Dezember 2025 vorgeschlagen, die Vorgaben abzuschw\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt einer vollst\u00e4ndigen Reduktion sollten Hersteller ihre durchschnittlichen direkten Flottenemissionen ab 2035 nur noch um 90 Prozent senken m\u00fcssen. Die verbleibenden zehn Prozent sollten durch bestimmte Ma\u00dfnahmen, beispielsweise CO\u2082-armen europ\u00e4ischen Stahl oder nachhaltige Kraftstoffe, kompensiert werden. <strong>[4]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland und Frankreich wollen noch einen Schritt weitergehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch sie schlagen 90 Prozent vor, allerdings ohne eine Verpflichtung, die verbleibenden zehn Prozent auszugleichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreich hat im Gegenzug durchgesetzt, dass europ\u00e4ische Produktion und Wertsch\u00f6pfung st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und inzwischen liegt eine weitere Position vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 4. November 2026 stimmte der Umweltausschuss des Europ\u00e4ischen Parlaments mit 48 Ja-Stimmen, 30 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen f\u00fcr einen eigenen Kompromiss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser sieht eine direkte CO\u2082-Reduktion um 87,5 Prozent vor. Bis zu 95 Prozent der verbleibenden Emissionen sollen \u00fcber die Anrechnung CO\u2082-armen Stahls ausgeglichen werden k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich sind besondere Anrechnungsfaktoren f\u00fcr bestimmte in Europa produzierte Elektrofahrzeuge vorgesehen. <strong>[5]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit unterscheiden sich die Vorschl\u00e4ge weiterhin erheblich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beschlossen ist die neue Regelung noch nicht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gesamte Europ\u00e4ische Parlament muss seine Position erst festlegen. Anschlie\u00dfend m\u00fcssen sich Parlament und Rat auf einen gemeinsamen Gesetzestext einigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis dahin gilt weiterhin die bestehende Vorgabe f\u00fcr 2035.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Merz hat also einen politischen Durchbruch verk\u00fcndet, keine bereits rechtskr\u00e4ftige Gesetzes\u00e4nderung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mich besch\u00e4ftigt allerdings weniger die Wortwahl des Bundeskanzlers als vielmehr die wirtschaftliche Frage dahinter:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sch\u00fctzen wir mit dieser Lockerung tats\u00e4chlich die Zukunft unserer Automobilindustrie? Oder verl\u00e4ngern wir ein Gesch\u00e4ftsmodell, dessen Bedeutung auf dem Weltmarkt langfristig zur\u00fcckgeht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Arbeitspl\u00e4tze sch\u00fctzen. Ein berechtigtes Argument.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor wir \u00fcber die \u00f6kologischen Konsequenzen sprechen, sollten wir uns die wirtschaftliche Situation anschauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn die Sorgen um Arbeitspl\u00e4tze sind real.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Transformation zur Elektromobilit\u00e4t wird Arbeitspl\u00e4tze kosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und ich halte es f\u00fcr unseri\u00f6s, einfach zu behaupten, dass automatisch genauso viele neue Arbeitspl\u00e4tze entstehen, wie bisherige verloren gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein batterieelektrischer Antrieb ben\u00f6tigt deutlich weniger mechanische Komponenten als ein klassischer Verbrennungsmotor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zahlreiche Bauteile, beispielsweise komplexe Getriebe, Einspritzanlagen oder Abgassysteme, entfallen oder werden in wesentlich geringerem Umfang ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das betrifft nicht nur die gro\u00dfen Hersteller, sondern insbesondere ihre Zulieferer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Unternehmen, das seit Jahrzehnten Komponenten f\u00fcr Verbrennungsmotoren fertigt, kann seine Produktion nicht ohne Weiteres auf Batterietechnik oder Leistungselektronik umstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie ernst die Situation ist, zeigen die Besch\u00e4ftigungszahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Statistische Bundesamt meldete im August 2026, dass die deutsche Automobilindustrie innerhalb eines Jahres rund <strong>42.300 Besch\u00e4ftigte verloren hat<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das entspricht einem R\u00fcckgang von 5,8 Prozent. <strong>[6]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings w\u00e4re es falsch, diese Entwicklung ausschlie\u00dflich der Elektromobilit\u00e4t zuzuschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schwache Nachfrage, internationale Konkurrenz, Automatisierung, hohe Standortkosten und Produktionsverlagerungen spielen ebenfalls eine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Arbeitswirtschaft und Organisation untersuchte in seiner Studie <em>ELAB2040<\/em> verschiedene Zukunftsszenarien f\u00fcr die europ\u00e4ische Antriebsstrangproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im strengsten untersuchten Szenario k\u00f6nnten bis 2040 europaweit bis zu 726.000 Arbeitspl\u00e4tze in diesem Bereich entfallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das entspricht ungef\u00e4hr 45 Prozent der dort betrachteten Besch\u00e4ftigung. <strong>[7]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Zahl muss allerdings eingeordnet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ist eine Szenariorechnung, keine Vorhersage bereits feststehender Entlassungen. Au\u00dferdem betrachtet sie einen abgegrenzten Industriebereich und nicht s\u00e4mtliche neuen Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten, die durch die Transformation entstehen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studie wurde im Auftrag von Arbeitgeberverb\u00e4nden durchgef\u00fchrt. Das macht ihre Ergebnisse nicht automatisch falsch, sollte bei der Bewertung aber ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verband der Automobilindustrie (VDA) wiederum sch\u00e4tzt, dass durch einen breiteren Antriebsmix bis 2035 etwa 50.000 zus\u00e4tzliche Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland erhalten bleiben k\u00f6nnten. Auch diese Zahl ist eine interessengeleitete Modellrechnung und keine Garantie. <strong>[8]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzdem ergibt sich eine nachvollziehbare \u00dcberlegung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Unternehmen bestehende Produktionsanlagen l\u00e4nger nutzen k\u00f6nnen, gewinnen sie m\u00f6glicherweise Zeit, um ihre Besch\u00e4ftigten weiterzubilden und neue Gesch\u00e4ftsfelder aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinter jedem dieser Arbeitspl\u00e4tze stehen schlie\u00dflich Menschen und Familien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Transformation, die wirtschaftliche Existenzgrundlagen zerst\u00f6rt, ohne neue Perspektiven zu schaffen, kann gesellschaftlich kaum erfolgreich sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber genau hier m\u00fcssen wir unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Arbeitspl\u00e4tze vor\u00fcbergehend zu erhalten bedeutet nicht automatisch, sie langfristig zu sichern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die Nachfrage nach bestimmten Produkten dauerhaft zur\u00fcckgeht, verschwindet das wirtschaftliche Problem nicht dadurch, dass wir ihre Produktion einige Jahre l\u00e4nger erlauben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht verschieben wir es lediglich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Weltmarkt ver\u00e4ndert sich. Auch ohne Europa.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend wir \u00fcber die Zukunft des Verbrennungsmotors diskutieren, entwickelt sich der internationale Automobilmarkt weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Internationale Energieagentur (IEA) hat im <em>Global EV Outlook 2026<\/em> die weltweite Entwicklung untersucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2025 wurden weltweit mehr als 20 Millionen Elektroautos verkauft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit war ungef\u00e4hr jedes vierte neue Auto elektrisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings gibt es erhebliche regionale Unterschiede.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Europa betrug der Marktanteil ungef\u00e4hr 28 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In China lag er bereits bei <strong>55 Prozent<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtig: Die IEA z\u00e4hlt sowohl rein batterieelektrische Fahrzeuge als auch Plug-in-Hybride zu den Elektroautos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und bei der Produktion ist Chinas Vorsprung noch deutlicher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rund drei Viertel aller weltweit produzierten Elektroautos kamen 2025 aus China. Bei Batteriezellen lag der chinesische Produktionsanteil sogar bei \u00fcber 80 Prozent. <strong>[9]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europa steht deshalb allerdings nicht still.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2025 verzeichnete der europ\u00e4ische Elektroautomarkt unter den gro\u00dfen Absatzregionen das st\u00e4rkste prozentuale Wachstum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die europ\u00e4ischen Hersteller entwickeln neue Plattformen und investieren in Batterieproduktion und Elektrofahrzeuge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch besitzt China erhebliche Vorteile durch bestehende Lieferketten, gro\u00dfe Produktionskapazit\u00e4ten und einen riesigen Heimatmarkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die IEA erwartet in ihren Szenarien, dass elektrische Fahrzeuge bis 2035 weltweit ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte des Neuwagenmarktes ausmachen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet zugleich, dass der Verbrennungsmotor auch dann noch einen erheblichen internationalen Markt besitzen d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es w\u00e4re also falsch, zu behaupten, dass klassische Antriebe weltweit unmittelbar verschwinden werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber ebenso falsch w\u00e4re es, den langfristigen technologischen Wandel zu ignorieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was n\u00fctzt uns die F\u00e4higkeit, hervorragende Verbrennungsmotoren zu bauen, wenn wir bei Batterien, Software und bezahlbaren Elektroautos zunehmend auf ausl\u00e4ndische Technologien angewiesen sind?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine erfolgreiche Automobilindustrie muss schlie\u00dflich nicht nur heute wirtschaftlich sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie muss auch morgen konkurrenzf\u00e4hige Produkte anbieten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Technologieoffenheit oder Schutz bestehender Gesch\u00e4ftsmodelle?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der politischen Diskussion f\u00e4llt immer wieder das Wort \u201eTechnologieoffenheit\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich halte ich diesen Gedanken f\u00fcr sinnvoll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technischer Fortschritt l\u00e4sst sich nicht vollst\u00e4ndig vorhersagen. Neue Erkenntnisse k\u00f6nnen bestehende Annahmen ver\u00e4ndern, und vielversprechende Technologien sollten nicht allein aufgrund politischer Vorlieben ausgeschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber wir sollten zwischen echter Offenheit f\u00fcr Innovationen und dem wirtschaftlichen Interesse am Erhalt bestehender Technologien unterscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verbrennungsmotoren sind \u00fcber Jahrzehnte entwickelte und optimierte Produkte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Produktionsanlagen, Lieferketten und Fertigungsprozesse existieren bereits. Viele Investitionen wurden l\u00e4ngst get\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neue Elektrofahrzeuge ben\u00f6tigen dagegen Batteriezellen, Leistungselektronik, andere Plattformen und erhebliche Investitionen in Software.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Umbau kostet Milliarden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daher ist es wirtschaftlich nachvollziehbar, dass die Hersteller ihre bisherigen Produkte so lange wie m\u00f6glich profitabel verkaufen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Volkswagen liefert daf\u00fcr ein interessantes Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den ersten neun Monaten 2026 stieg der europ\u00e4ische Auftragseingang f\u00fcr batterieelektrische Fahrzeuge des Konzerns um 39 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig belastet der h\u00f6here Anteil bislang margenschw\u00e4cherer Elektrofahrzeuge die Ertragslage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das operative Ergebnis betrug in diesem Zeitraum nur 0,1 Milliarden Euro gegen\u00fcber 5,4 Milliarden Euro im Vorjahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist wichtig: Im Ergebnis enthalten sind Sondereffekte von insgesamt 8,7 Milliarden Euro. Ohne diese lag das operative Ergebnis bei 8,8 Milliarden Euro.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es w\u00e4re deshalb falsch, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Konzerns allein der Elektromobilit\u00e4t zuzuschreiben. <strong>[10]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch wird ein ernstzunehmender Zielkonflikt deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hersteller m\u00fcssen Geld verdienen, um die Transformation finanzieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gewinne aus bestehenden Verbrennerfahrzeugen k\u00f6nnen dabei helfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aber flie\u00dfen diese zus\u00e4tzlichen Gewinne tats\u00e4chlich in die Technologien von morgen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oder wird der gewonnene Spielraum genutzt, um bestehende Produkte l\u00e4nger anzubieten und Investitionen hinauszuschieben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beides ist wirtschaftlich m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsch-franz\u00f6sische Einigung betont zwar ausdr\u00fccklich Investitionen, Innovation und europ\u00e4ische Produktion. Eine allgemeine verbindliche Verpflichtung, zus\u00e4tzliche Verbrennergewinne in Zukunftstechnologien zu reinvestieren, enth\u00e4lt sie jedoch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist eine wesentliche Unsicherheit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wer bereits investiert hat, k\u00f6nnte benachteiligt werden<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer Aspekt wird h\u00e4ufig \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht alle Unternehmen der Automobilindustrie verfolgen dieselbe Strategie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine im Mai 2026 ver\u00f6ffentlichte Unternehmensbefragung im Umfeld der Universit\u00e4t Sussex und des Fraunhofer ISI zeigt, dass die Branche bei der Transformation keineswegs geschlossen einer Meinung ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von 74 befragten Unternehmen berichteten mehr als 20 Prozent, bereits vollst\u00e4ndig auf Elektromobilit\u00e4t ausgerichtet zu sein. Weitere knapp 40 Prozent beschrieben ihre Transformation als weit fortgeschritten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen, die bereits erheblich in Elektromobilit\u00e4t investiert hatten, sprachen sich h\u00e4ufiger gegen eine Lockerung der CO\u2082-Vorgaben aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie w\u00fcnschen sich vor allem verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen. <strong>[11]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Untersuchung ist mit 74 Unternehmen eine begrenzte Pilotstudie und nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die gesamte Branche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch zeigt sie einen wichtigen Interessenkonflikt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn politische Planungssicherheit besitzt einen wirtschaftlichen Wert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unternehmen, die ihre Produktion bereits umgestellt und Millionen oder Milliarden investiert haben, k\u00f6nnen durch nachtr\u00e4gliche Regel\u00e4nderungen benachteiligt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diejenigen, die l\u00e4nger abgewartet haben, k\u00f6nnten dagegen profitieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technologieoffenheit bedeutet also keineswegs automatisch, dass s\u00e4mtliche Unternehmen gleicherma\u00dfen davon profitieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die \u00f6kologischen Unterschiede sind deutlicher<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die wirtschaftlichen Auswirkungen schwer vorherzusagen sind, ist die wissenschaftliche Datenlage zur Klimabilanz der Antriebe wesentlich eindeutiger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Batterieelektrische Fahrzeuge verursachen \u00fcber ihren gesamten Lebenszyklus bei vergleichbaren Fahrzeugen unter europ\u00e4ischen Bedingungen deutlich weniger Treibhausgasemissionen als klassische Verbrenner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine umfassende Untersuchung des International Council on Clean Transportation (ICCT) aus dem Juli 2025 kommt zu dem Ergebnis, dass ein durchschnittliches batterieelektrisches Mittelklassefahrzeug in der EU <strong>\u00fcber seinen gesamten Lebenszyklus rund 73 Prozent weniger Treibhausgasemissionen verursacht als ein vergleichbarer Benziner<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei wird eine durchschnittliche Lebensdauer von 20 Jahren zugrunde gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ber\u00fccksichtigt werden die Fahrzeugherstellung einschlie\u00dflich der Batterieproduktion, die Erzeugung von Strom und Kraftstoffen, der Fahrbetrieb, die Wartung und das Recycling.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Stromverbrauch wird die prognostizierte Entwicklung des europ\u00e4ischen Strommixes von 2025 bis 2044 verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ergebnis der Modellrechnung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Batterieelektrisches Fahrzeug: <strong>63 Gramm CO\u2082-\u00c4quivalente pro Kilometer<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Vergleichbarer Benziner: <strong>235 Gramm CO\u2082-\u00c4quivalente pro Kilometer<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders interessant ist, dass das Elektroauto laut Studie bei der Herstellung zun\u00e4chst ungef\u00e4hr 40 Prozent h\u00f6here Treibhausgasemissionen verursacht, haupts\u00e4chlich aufgrund der Batterie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser zus\u00e4tzliche CO\u2082-Aufwand wird jedoch durch die geringeren Emissionen im Betrieb nach ungef\u00e4hr <strong>17.000 gefahrenen Kilometern<\/strong> ausgeglichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach w\u00e4chst der Klimavorteil mit jedem weiteren Kilometer. <strong>[12]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich ist das keine universelle Zahl f\u00fcr jedes Elektroauto.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die tats\u00e4chliche Bilanz h\u00e4ngt beispielsweise von Fahrzeuggr\u00f6\u00dfe, Batterieproduktion, Fahrleistung, Nutzungsdauer und Strommix ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Elektroautos ben\u00f6tigen Rohstoffe und Energie. Der Abbau von Lithium und anderen Materialien kann erhebliche \u00f6kologische und soziale Auswirkungen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommen Reifenabrieb, Fl\u00e4chenverbrauch und die grunds\u00e4tzlichen Belastungen des Stra\u00dfenverkehrs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber diese Probleme \u00e4ndern nichts daran, dass vergleichbare batterieelektrische Fahrzeuge in der untersuchten Lebenszyklusrechnung deutlich weniger Treibhausgase verursachen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">E-Fuels und das Problem der Energieeffizienz<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein h\u00e4ufig genanntes Argument f\u00fcr den Erhalt des Verbrennungsmotors sind synthetische Kraftstoffe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">E-Fuels lassen sich unter geeigneten Bedingungen mit erneuerbarer Energie herstellen und k\u00f6nnen fossile Kraftstoffe ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch ist das m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber f\u00fcr den allt\u00e4glichen Pkw-Verkehr gibt es ein erhebliches Problem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Herstellung synthetischer Kraftstoffe entstehen durch mehrere Umwandlungsschritte gro\u00dfe Energieverluste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Angaben des Umweltbundesamtes ben\u00f6tigt ein mit synthetischen Kraftstoffen betriebener Verbrenner f\u00fcr dieselbe Fahrleistung ungef\u00e4hr <strong>sechsmal so viel Strom<\/strong> wie ein batterieelektrisches Fahrzeug. <strong>[13]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser zus\u00e4tzliche Strom muss erzeugt werden. Daf\u00fcr werden wiederum Anlagen, Rohstoffe und finanzielle Mittel ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">E-Fuels k\u00f6nnen dennoch in Bereichen sinnvoll sein, die sich nur schwer direkt elektrifizieren lassen, beispielsweise in Teilen des Luft- und Schiffsverkehrs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr neue Pkw im Massenmarkt sind sie jedoch aus energetischer Sicht deutlich weniger effizient.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist f\u00fcr mich ein gutes Beispiel daf\u00fcr, weshalb Technologieoffenheit auch eine ehrliche Bewertung der jeweiligen Technologie voraussetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Plug-in-Hybride und die Realit\u00e4t<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Plug-in-Hybride sollten wir genauer betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie k\u00f6nnen durchaus Kraftstoff sparen, wenn sie regelm\u00e4\u00dfig geladen und \u00fcberwiegend elektrisch betrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings zeigt eine ICCT-Untersuchung vom Juni 2026, dass ihre tats\u00e4chlichen Emissionen erheblich von den offiziellen Pr\u00fcfwerten abweichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studie basiert auf Verbrauchsdaten von rund acht Millionen Fahrzeugen verschiedener Antriebsarten, die zwischen 2021 und 2023 zugelassen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Plug-in-Hybriden lagen die durchschnittlichen realen CO\u2082-Emissionen im untersuchten Jahr 2023 ungef\u00e4hr f\u00fcnfmal so hoch wie die offiziellen Pr\u00fcfwerte. <strong>[14]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet nicht, dass jedes einzelne Fahrzeug so schlecht abschneidet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es zeigt, wie wichtig realistische Verbrauchsdaten sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die Politik bestimmte Technologien aufgrund ihrer vermeintlichen Klimavorteile f\u00f6rdert, sollten diese Vorteile auch im tats\u00e4chlichen Betrieb nachweisbar sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Klimaschutz muss sich an realen Emissionen messen lassen, nicht nur an theoretischen M\u00f6glichkeiten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was bedeutet die Lockerung f\u00fcr unsere Klimaziele?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier kommen wir zur\u00fcck zur Copernicus-Meldung vom Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die globale Erw\u00e4rmung ist nicht nur entscheidend, wie viel CO\u2082 in einem einzelnen Jahr ausgesto\u00dfen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wesentlich ist auch die \u00fcber Jahrzehnte angesammelte Menge an Treibhausgasen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn aufgrund einer Lockerung zus\u00e4tzliche Verbrenner verkauft werden und diese \u00fcber viele Jahre fossile Kraftstoffe verbrauchen, kann das die langfristige Emissionsbilanz verschlechtern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie stark dieser Effekt ausfallen w\u00fcrde, l\u00e4sst sich f\u00fcr den konkreten deutsch-franz\u00f6sischen Kompromiss derzeit noch nicht zuverl\u00e4ssig beziffern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daf\u00fcr m\u00fcsste bekannt sein, wie viele zus\u00e4tzliche Verbrenner tats\u00e4chlich verkauft w\u00fcrden, wie lange sie genutzt werden und welche weiteren Ma\u00dfnahmen die Emissionen gegebenenfalls ausgleichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Punkt steht dabei allerdings fest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Abschw\u00e4chung der Emissionsvorgaben muss nicht zwangsl\u00e4ufig s\u00e4mtliche Klimaziele gef\u00e4hrden. Sie kann aber zus\u00e4tzliche Einsparungen an anderer Stelle erforderlich machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wenn wir die bisherigen Anforderungen an neue Autos lockern, muss deshalb nachvollziehbar bleiben, wie die europ\u00e4ischen Klimaziele trotzdem erreicht werden sollen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade angesichts der aktuellen Klimadaten ist das keine nebens\u00e4chliche Frage.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sind Elektroautos wirklich teurer?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wirtschaftlich lohnt sich eine differenzierte Betrachtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elektroautos sind beim Kauf h\u00e4ufig noch teurer als vergleichbare Verbrenner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings sagt der Anschaffungspreis allein wenig \u00fcber die gesamten Fahrzeugkosten aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der ADAC hat im November 2026 einen aktualisierten Kostenvergleich ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ber\u00fccksichtigt werden unter anderem Kaufpreis, Wertverlust, Energiekosten, Versicherung und Wartung \u00fcber eine Haltedauer von f\u00fcnf Jahren und 15.000 Kilometer j\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Opel Astra ergeben sich beispielsweise folgende Kosten:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><th>Fahrzeug<\/th><th>Gesamtkosten pro Kilometer<\/th><\/tr><tr><td>Astra Electric, Strom 18 ct\/kWh<\/td><td>53,2 ct<\/td><\/tr><tr><td>Astra Electric, Strom 35 ct\/kWh<\/td><td>55,7 ct<\/td><\/tr><tr><td>Astra Electric, Strom 60 ct\/kWh<\/td><td>59,3 ct<\/td><\/tr><tr><td>Astra Hybrid<\/td><td>60,8 ct<\/td><\/tr><tr><td>Astra Diesel<\/td><td>65,6 ct<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Berechnung ber\u00fccksichtigt allerdings vergleichsweise hohe Kraftstoffpreise von 2,23 Euro f\u00fcr Benzin und 2,31 Euro f\u00fcr Diesel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei anderen Modellen kann die wirtschaftliche Bilanz deshalb anders ausfallen. <strong>[15]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere Studie von Fraunhofer ISI und ICCT aus dem Juli 2026 zeigt, dass vergleichbare Elektrofahrzeuge zwischen 2020 und 2025 inflations- und ausstattungsbereinigt um rund 18 Prozent g\u00fcnstiger geworden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der durchschnittliche Listenpreis aller angebotenen Modelle ist gleichzeitig gestiegen, weil sich das Modellangebot st\u00e4rker in Richtung gr\u00f6\u00dferer und teurerer Fahrzeugklassen verschoben hat. <strong>[16]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt also Fortschritte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dennoch bleibt die soziale Frage bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer zu Hause g\u00fcnstig laden kann, profitiert h\u00e4ufig st\u00e4rker von niedrigen Betriebskosten als jemand, der auf teure \u00f6ffentliche Ladestationen angewiesen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wer sich die Anschaffung eines Elektroautos nicht leisten kann, hat zun\u00e4chst \u00fcberhaupt nichts von einem m\u00f6glichen langfristigen Kostenvorteil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine erfolgreiche Transformation muss deshalb auch bezahlbare Fahrzeuge und eine zuverl\u00e4ssige Ladeinfrastruktur schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Bev\u00f6lkerung steht dem Verbrenner-Aus kritisch gegen\u00fcber<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Punkt ist mir bei dieser Debatte besonders wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sollten nicht nur auf wissenschaftliche Studien und wirtschaftliche Kennzahlen schauen, sondern auch auf die Menschen, die mit den politischen Entscheidungen leben m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der ARD-DeutschlandTrend vom Dezember 2025 liefert hierzu ein deutliches Ergebnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>67 Prozent der befragten Wahlberechtigten hielten das Verbrenner-Aus ab 2035 f\u00fcr falsch.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur 28 Prozent fanden es richtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die repr\u00e4sentative Untersuchung umfasste 1.306 Befragte. <strong>[17]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mehrheit lehnt die bisherige Regelung also ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sollten wir ernst nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings w\u00e4re es falsch, daraus eine grunds\u00e4tzliche Ablehnung von Elektroautos abzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der acatech-Mobilit\u00e4tsmonitor 2026 zeigt ein differenzierteres Bild.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mittlerweile ziehen 26 Prozent der Bev\u00f6lkerung beim n\u00e4chsten Autokauf ein Elektrofahrzeug in Betracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">60 Prozent nennen niedrigere Anschaffungspreise als einen Faktor, der Elektroautos f\u00fcr sie attraktiver machen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur 37 Prozent gehen davon aus, dass sie \u00fcber eine gut erreichbare Ladem\u00f6glichkeit verf\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders interessant sind die sozialen Unterschiede.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Menschen mit hohem sozio\u00f6konomischem Status ziehen 46 Prozent den Kauf eines Elektroautos in Betracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Menschen mit niedrigem sozio\u00f6konomischem Status sind es lediglich 11 Prozent. <strong>[18]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist ein erheblicher Unterschied.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Erfahrungen bestehender Elektroautobesitzer liefern ein interessantes Bild.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einer ADAC-Befragung aus dem Jahr 2026 erkl\u00e4rten 90 Prozent der befragten Elektroautobesitzer, beim n\u00e4chsten Fahrzeugkauf wieder ein Elektroauto w\u00e4hlen zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Ergebnisse sind allerdings nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr s\u00e4mtliche Autofahrer, sondern beziehen sich auf Menschen, die bereits ein Elektroauto besitzen. <strong>[19]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr mich ergibt sich daraus eine wichtige Frage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lehnen viele Menschen tats\u00e4chlich die Elektromobilit\u00e4t ab? Oder lehnen sie politische Vorgaben ab, deren praktische und finanzielle Voraussetzungen f\u00fcr sie noch nicht ausreichend erf\u00fcllt sind?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist ein Unterschied, den wir nicht ignorieren sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gesellschaftlich akzeptierte Transformation ben\u00f6tigt mehr als technische Fortschritte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie ben\u00f6tigt Vertrauen, Planungssicherheit und wirtschaftlich erreichbare Alternativen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Elektromobilit\u00e4t allein ist noch keine Verkehrswende<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei all diesen \u00dcberlegungen m\u00f6chte ich noch einen Punkt ansprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Elektroauto bleibt ein Auto.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ben\u00f6tigt weiterhin Stra\u00dfen, Parkfl\u00e4chen, Energie und Rohstoffe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Staus verschwinden nicht dadurch, dass die Fahrzeuge keinen Auspuff mehr haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb sollte sich eine nachhaltige Mobilit\u00e4tspolitik nicht ausschlie\u00dflich auf den Austausch von Antriebstechnologien konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein funktionierender \u00f6ffentlicher Nahverkehr, zuverl\u00e4ssige Bahnverbindungen und sichere Radwege geh\u00f6ren genauso dazu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei geht es nicht darum, Menschen ihr Auto wegzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr viele ist es notwendig, beispielsweise aufgrund ihres Wohnortes, der Arbeit oder ihrer famili\u00e4ren Situation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber dort, wo praktikable Alternativen geschaffen werden k\u00f6nnen, sollten wir sie auch f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn letztlich ist eine erfolgreiche Verkehrswende mehr als die Entscheidung zwischen Benzin, Diesel und Strom.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mein Fazit: Zeit gewinnen ist noch keine Zukunftsstrategie<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich kann nachvollziehen, weshalb Deutschland und Frankreich die bisherigen Vorgaben zum Verbrenner-Aus lockern m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die europ\u00e4ische Automobilindustrie steht unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Besch\u00e4ftigte brauchen Perspektiven, Unternehmen ben\u00f6tigen Kapital und die Umstellung auf neue Technologien kostet Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt gute Gr\u00fcnde, diesen \u00dcbergang sozialvertr\u00e4glich zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber eine Lockerung der CO\u2082-Vorgaben allein schafft noch keine wettbewerbsf\u00e4higen Produkte und garantiert auch keine Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie kann den Herstellern finanziellen Spielraum verschaffen. Ob dieser tats\u00e4chlich in neue Technologien, europ\u00e4ische Produktionsstandorte und langfristig tragf\u00e4hige Besch\u00e4ftigung investiert wird, bleibt allerdings offen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und genau daran sollten wir den Erfolg dieser politischen Entscheidung messen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entstehen konkurrenzf\u00e4hige Elektrofahrzeuge zu bezahlbaren Preisen? Werden neue Technologien in Europa entwickelt und produziert? K\u00f6nnen Besch\u00e4ftigte f\u00fcr neue T\u00e4tigkeiten qualifiziert werden? Und gelingt es gleichzeitig, die europ\u00e4ischen Klimaziele einzuhalten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind f\u00fcr mich die entscheidenden Fragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn weder der Klimaschutz noch der internationale Wettbewerb werden auf eine politische Einigung warten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht gewinnt Europa mit der Lockerung tats\u00e4chlich wertvolle Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aber Zeit zu gewinnen bedeutet noch lange nicht, sie auch sinnvoll zu nutzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob dieser Kompromiss unsere Automobilindustrie langfristig st\u00e4rkt oder lediglich einen notwendigen Strukturwandel verschiebt, wird sich an konkreten wirtschaftlichen und \u00f6kologischen Ergebnissen zeigen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und genau deshalb m\u00f6chte ich zum Abschluss einen Gedanken hervorheben:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Arbeitspl\u00e4tze zu sch\u00fctzen bedeutet nicht zwangsl\u00e4ufig, die Produkte von gestern m\u00f6glichst lange weiterzubauen. Es bedeutet vor allem, daf\u00fcr zu sorgen, dass die Produkte von morgen noch hier entwickelt und produziert werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen und wissenschaftliche Grundlagen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Quellen sind entsprechend ihrer erstmaligen Erw\u00e4hnung im Artikel durchnummeriert. Die Verweise [1] bis [19] erm\u00f6glichen eine direkte Zuordnung. Wissenschaftliche Modellrechnungen, Prognosen, Verbandsberechnungen und repr\u00e4sentative Umfragen werden im Artikel ausdr\u00fccklich voneinander unterschieden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Klimawissenschaft<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[1] Copernicus Climate Change Service, 6. November 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/climate.copernicus.eu\/copernicus-warmest-october-record-2026-virtually-certain-exceed-15degc\">Warmest October on record with 2026 virtually certain to exceed 1.5\u00b0C<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Originalmeldung zur globalen Temperaturentwicklung, der statistischen Prognose f\u00fcr 2026 und dem Unterschied zwischen j\u00e4hrlicher und langfristiger Erw\u00e4rmung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[2] United Nations Environment Programme (UNEP), Oktober 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.unep.org\/en\/publications\/report\/emissions-gap-report-2026\">Emissions Gap Report 2026: The Point of Return<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wissenschaftliche Untersuchung der globalen Emissionsl\u00fccke, k\u00fcnftiger Erw\u00e4rmungsszenarien und notwendiger Emissionsreduktionen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Politik und Gesetzgebung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[3] Bundesregierung, 16. Oktober 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/merz-europaeischer-rat-2457458\">Pressestatement von Bundeskanzler Friedrich Merz nach dem Europ\u00e4ischen Rat<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Originalaussage zum vermeintlichen Ende des Verbrenner-Aus und zur deutsch-franz\u00f6sischen Einigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[4] Europ\u00e4ische Kommission, Dezember 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/climate.ec.europa.eu\/areas-action\/transport-decarbonisation\/road-transport\/cars-and-vans_en\">CO\u2082-Emissionsstandards f\u00fcr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geltende Gesetzgebung sowie vorgeschlagene \u00c4nderungen der Emissionsvorgaben f\u00fcr 2035.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[5] Agence Europe, 5. November 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/agenceurope.eu\/en\/bulletin\/article\/13975\/5\/car-co2-emissions-compromise-struck-between-sd-renew-europe-and-epp-endorsed-by-european-parliaments-committee-on-environment\">Bericht zur Abstimmung im Umweltausschuss des Europ\u00e4ischen Parlaments<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dokumentiert das Abstimmungsergebnis vom 4. November sowie die Einzelheiten der Ausschussposition.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Besch\u00e4ftigung und wirtschaftliche Transformation<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[6] Statistisches Bundesamt, 14. August 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2026\/08\/PD26_N057_42.html\">42.300 weniger Besch\u00e4ftigte in der deutschen Automobilindustrie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amtliche Besch\u00e4ftigungsstatistik f\u00fcr das erste Halbjahr 2026.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[7] Fraunhofer IAO, 22. Juli 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.iao.fraunhofer.de\/de\/presseservice\/aktuelles\/automobilindustrie-2040-studie-zeigt-auswirkungen-und-chancen-fuer-beschaeftigung-und-wertschoepfung.html\">Automobilindustrie 2040: Auswirkungen und Chancen f\u00fcr Besch\u00e4ftigung und Wertsch\u00f6pfung<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Studie ELAB2040 mit vier Szenarien zur europ\u00e4ischen Antriebsstrangproduktion und Besch\u00e4ftigungsentwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[8] Verband der Automobilindustrie (VDA), 12. Mai 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.vda.de\/de\/presse\/Pressemeldungen\/2026\/260513_PM_Beschaeftigungsentwicklung_2035\">Besch\u00e4ftigungsentwicklung der Automobilindustrie bis 2035<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Branchenposition mit Berechnungen zu m\u00f6glichen Besch\u00e4ftigungseffekten flexiblerer Antriebsvorgaben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[9] Internationale Energieagentur (IEA), Mai 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.iea.org\/reports\/global-ev-outlook-2026\/executive-summary\">Global EV Outlook 2026<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Internationaler Elektroautomarkt, Absatz- und Produktionszahlen, globale Lieferketten sowie Zukunftsszenarien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[10] Volkswagen Group, 29. Oktober 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.volkswagen-group.com\/en\/interim-report-and-9m-results-2026-20751\">Neunmonatsergebnisse 2026<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gesch\u00e4ftszahlen, Auftragseingang bei Elektrofahrzeugen und Einordnung der wirtschaftlichen Belastungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[11] Fraunhofer ISI \/ Universit\u00e4t Sussex, 5. Mai 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.isi.fraunhofer.de\/de\/presse\/2026\/presseinfo-07-unternehmensbefragung-transformation-automobilindustrie-spaltung-verbrenneraus-flottengrenzwerte.html\">Unternehmensbefragung zur Transformation der Automobilindustrie<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pilotstudie mit 74 befragten Unternehmen \u00fcber Transformationsfortschritte, politische Planungssicherheit und CO\u2082-Flottengrenzwerte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00d6kologie und Wirtschaftlichkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[12] International Council on Clean Transportation (ICCT), 8. Juli 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/theicct.org\/publication\/electric-cars-life-cycle-analysis-emissions-europe-jul25\/\">Life-cycle greenhouse gas emissions from passenger cars in the European Union<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lebenszyklusanalyse verschiedener Pkw-Antriebe. Grundlage der Aussage \u00fcber 73 Prozent geringere Treibhausgasemissionen bei batterieelektrischen Fahrzeugen \u00fcber eine modellierte Nutzungsdauer von 20 Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[13] Umweltbundesamt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/verkehr\/kraftstoffe-antriebe\">Kraftstoffe und Antriebe<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Informationen zum Energiebedarf batterieelektrischer Antriebe, von Wasserstofffahrzeugen und synthetischen Kraftstoffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[14] ICCT, 2. Juni 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/theicct.org\/publication\/real-world-co2-emission-values-vehicles-europe-jun26\/\">On the way to real-world CO\u2082 values?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Untersuchung der Differenz zwischen offiziellen CO\u2082-Pr\u00fcfwerten und realen Fahrzeugemissionen, insbesondere bei Plug-in-Hybriden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[15] ADAC, November 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.adac.de\/rund-ums-fahrzeug\/auto-kaufen-verkaufen\/autokosten\/elektroauto-kostenvergleich\/\">Elektroauto, Plug-in-Hybrid, Benziner und Diesel im Kostenvergleich<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gesamtkosten verschiedener Antriebe unter Ber\u00fccksichtigung von Wertverlust, Energiekosten, Versicherung und Wartung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[16] Fraunhofer ISI \/ ICCT, 20. Juli 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.isi.fraunhofer.de\/de\/presse\/2026\/presseinfo-11-elektroautos-preise-modelle-2020-2025.html\">Neue Studie zu Elektroautos: Verkaufspreise sinken um 18 Prozent<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Untersuchung der inflations- und ausstattungsbereinigten Preisentwicklung von Elektrofahrzeugen in Deutschland zwischen 2020 und 2025.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bev\u00f6lkerungsmeinung und Akzeptanz<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[17] Infratest dimap, Dezember 2025<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.infratest-dimap.de\/umfragen-analysen\/bundesweit\/ard-deutschlandtrend\/2025\/dezember\/\">ARD-DeutschlandTrend<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Repr\u00e4sentative Befragung mit 1.306 Wahlberechtigten zur politischen Bewertung des Verbrenner-Aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[18] acatech \/ Institut f\u00fcr Demoskopie Allensbach, Mai 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.acatech.de\/mobilitaetsmonitor-2026-alle-ergebnisse\/\">Mobilit\u00e4tsmonitor 2026: Alle Ergebnisse<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Repr\u00e4sentative Befragung von 1.052 Menschen ab 16 Jahren zu Mobilit\u00e4tsverhalten, Elektroautokauf, Ladeinfrastruktur und sozialen Unterschieden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>[19] ADAC, Oktober 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.adac.de\/rund-ums-fahrzeug\/elektromobilitaet\/elektroauto\/umfrage-zufriedenheit-mit-e-autos\/\">Umfrage: Wie zufrieden sind Fahrer von Elektroautos?<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Befragung bestehender Elektroautobesitzer zu Alltagserfahrungen, Ladeverhalten, Zufriedenheit und k\u00fcnftigen Kaufabsichten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Redaktioneller Hinweis: Die EU-Gesetzgebung zu einer Lockerung der CO\u2082-Flottenziele war zum 7. November 2026 noch nicht abgeschlossen. Die Copernicus-Angaben f\u00fcr das Gesamtjahr 2026 sind statistische Prognosen. Die hier dargestellten politischen und wirtschaftlichen Schlussfolgerungen sind meine pers\u00f6nliche Interpretation der genannten Quellen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erde wird w\u00e4rmer, w\u00e4hrend Europa seine Klimavorgaben f\u00fcr Autos lockern m\u00f6chte. Deutschland und Frankreich wollen Arbeitspl\u00e4tze sichern und der Automobilindustrie mehr Spielraum geben. Doch sch\u00fctzt das langfristig unsere Wirtschaft oder verschiebt es notwendige Ver\u00e4nderungen? Ein kritischer Blick auf Studien, Klimadaten, internationale M\u00e4rkte und die Meinung der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":391,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"Deutschland und Frankreich wollen das Verbrenner-Aus lockern. 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